Die Arbeitsgruppe Quartierentwicklung hat auf die vorliegenden Testplanungsergebnisse eine Antwort in Form eines Briefes zuhanden der Gemeinde Windisch und der Stadt Brugg erstellt. Der Quartierverein Klosterzelg-Reutenen würdigt die Testplanung als wichtige Grundlage, sieht jedoch in zentralen Punkten erheblichen Anpassungsbedarf. Besonders kritisch beurteilt werden die sehr hohen baulichen Dichten in den Bereichen Hallen und Süssbach, die als nicht verträglich mit der bestehenden Quartierstruktur eingeschätzt werden. Gefordert wird eine Reduktion der Ausnützung und eine stärkere Orientierung an moderateren Planungsansätzen. In den Grenzbereichen zu den bestehenden Wohnquartieren sollen Gebäudehöhen und Übergänge deutlich schonender gestaltet werden. Das Süssbachareal soll nicht als trennender Riegel, sondern als verbindendes Element zwischen den Quartieren entwickelt werden. Beim Bereich Brunegg und Kabelwerkplatz wird ein grundlegender Zielkonflikt zwischen Aufenthaltsqualität und Verkehrsführung festgestellt. Zudem werden ausreichende Frei- und Aufenthaltsräume als zentrales Defizit der Planung bezeichnet. Auch soziale Fragen, der Bedarf an Schulraum sowie die Führung des Fuss- und Veloverkehrs seien bisher ungenügend berücksichtigt. Die Arbeitsgruppe fordert, diese Themen verbindlich in die kommenden Planungsschritte aufzunehmen.
